Praktikum am Meer, ich bin dann weg

Einfach mal weg, alles hinter sich lassen. Neue Eindrücke gewinnen. Den Horizont erweitern. Den Blickwinkel ändern. Neue Bekanntschaften schließen. Ein Praktikum am Meer in Costa Rica soll es sein.

Da draußen muss es einfach mehr geben. Und hier wären nur mal einige der Gründe genannt, warum ich mich auf den Weg zum Praktikum am Meer ins Hotel Costa Rica machen musste.

Planung

„Ich glaub ich geh‘ nach Costa Rica für 3 Monate. An Weihnachten einfach mal die Füße ins Meer halten. Kein Geschenke- und Einkaufstrubel.“ Gesagt. Getan. Entscheidung getroffen. Bei Rainer im Hotel Costa Rica als Praktikantin beworben. Flug gebucht. Rucksack gepackt. Und weg war ich.

Anreise

Von München nach San Jose über Houston sollen es 11,5 Stunden Flug sein. Da wären dann noch 2 Stunden Aufenthalt in Houston und dann nochmal 3,5 Stunden nach San Jose. Das hört sich ja schon mal nicht soooo schlimm an oder? Mein Check In war problemlos. Der Rucksack durfte zum Sperrgepäck. Nochmal ein kleines Münchner Frühstück genießen und dann hieß es schon Boarding und los ging es. Zumindest mal nach Houston.

Der Flug war super angenehm und ohne größere Turbulenzen. Nachdem der Sitz neben mir auch noch frei geblieben war, hatte ich wirklich super viel Platz. Leider konnte ich keine Minute schlafen.

Transit in Houston

Der Transit in Houston war jetzt allerdings nicht von Einfachheit geprägt. Wenn da nicht 2 Deutsche gewesen wären, die sich auf dem Weg nach Mexiko befanden, hätte ich meinen Anschlussflug wahrscheinlich nicht on time erreicht, weil ich mich diverse Male verlaufen hätte. Aber finally bin ich am richtigen Gate gelandet, hab mir rasch noch eine Flasche Wasser kaufen können und schon stand ich mitten im Boarding für den Weiterflug nach San Jose, herrlich.

Auch dieser, wenn auch im Vergleich, kurze Flug verlief ohne große Highlights. Bis auf die kleine unangenehme Tatsache, dass auch hier nicht an Schlaf zu denken war. Gut dann eben in Costa Rica San Jose.

Aeropuerto Juan Santamaría en Costa Rica
Neubauplanung Flughafen San Jose Costa Rica

Ankunft

Tja und da war ich nun, in San Jose. Mit einem Lächeln auf den Lippen verließ ich das Flugzeug und freute mich schon auf mein Praktikum am Meer. Irgendwie war es einfach surreal. So viele Jahre hatte ich davon geträumt, jetzt war es Wirklichkeit geworden. „Wer weiß, vielleicht zwickt mich ja gleich einer?“, dachte ich so bei mir. Aber nix mit Zwicken, ab zum Bagage Claim.

Und da stand ich nun. Rucksack hinten und vorne. Camera. Handtasche. Eine ganz typische Touristin eben.

Vor dem Flughafen schnappe ich mir dann gleich das nächste Taxi (nur ORANGE ist ORIGINAL) und ließ mich zum Hotel Novo nach San Jose bringen. Dafür dass es bereits 9 pm war, war noch super viel Verkehr. Davon begleitet ein irrer Lärm und eine Wahnsinns Hektik. Ich hatte so gar keinen Bock von einem Trubel in den nächsten zu geraten. Hoffentlich bleibt das nicht so.

Hotel Novo in San Jose

Angekommen beim Hotel nahe dem Busbahnhof wurde ich freundlich empfangen. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, gönnte ich mir noch ein Imperial Bier und ab ging es aufs Zimmer. Reduziert. Sauber. In Ordnung. Allerdings super laut. San Jose ist eine extrem schmutzige, laute und stickige Großstadt. Die ganze Nacht lang war es laut und stressig. Ständig fuhren Lkw, die auch nicht davor zurückschreckten immer wieder zu hupen. An Schlaf war auch in diesem Fall nicht zu denken.

Sunrise in San Jose
San Jose erwacht

Frühstück

Um 6.30 am torkelte ich ziemlich gerädert zum Frühstück. Pancakes. Cafe. „Herrlich“ dachte ich mir. „Passt jetzt genau“. Was mir allerdings sofort auffiel war, dass die Leute echt ausgesprochen herzlich und zugänglich sind. Man wird sofort wie ein Freund behandelt. Alle Auskünfte die man benötigt, bekommt man ohne Probleme und sogar noch mit Herz. Wirklich großes Kino.

Nach meinem Frühstück musste ich mir zuerst mal einen Reiseadapter besorgen, den hatte ich natürlich vergessen. Also ging es ab nach San Jose City. Dieser kurze Ausflug hat mich von meiner Meinung über San Jose leider nicht abgebracht. Stressig. Stickig. Einfach too much. Obwohl ich bin halt eben einfach kein Großstadttyp und werde es in diesem Leben auch nicht mehr werden.

San Jose City

Den Adapter konnte ich gleich ums Eck besorgen. Und auch hier wurde ich wieder super freundlich empfangen und behandelt.

Danach ging es wieder retour ins Zimmer, Zeug packen und mich vorbereiten auf eine 4,5 Stunden lange Busfahrt von San Jose zum Hotel Costa Rica nach Samara, wo Rainer dann auf mich warten würde.

Busterminal 710

Den Weg vom Hotel zum Busterminal den musste ich mir einige Male erklären lassen. Und auch unterwegs musste ich immer wieder nach dem Weg fragen. Die Hektik auf den Straßen forderte ihren Tribut. Als ich dort aber ankam, war ich sehr positiv überrascht. Ich fand ein super modernes Busterminal (wurde gerade noch umgebaut) vor. Das Ticket war super easy um $ 7.00 zu erwerben. 3 Müsliriegel und M&M’s durften nicht fehlen, schließlich waren es ja auch 4,5 Stunden Fahrt und Zucker nach dem Schlafdefizit konnte nie schaden. Die Abfahrt war um 12 am.

Öffentlicher Transport von San Jose nah Samara
Linie 12 von San Jose nach Samara

Leider konnte ich auch die Busfahrt über nicht wirklich schlafen. Ich war einfach zu neugierig und auch etwas aufgeregt. Es war sooo wunderschön hier. Wie würde es wohl werden mein Costa Rica Praktikum am Meer? Mit einem kleinen Päuschen dauerte die Fahrt am Ende nicht 4,5 sondern 6 Stunden. Phew. Langsam war der Schlafentzug etwas hart.

Praktikum Costa Rica am Meer

Rainer wartete wie ausgemacht sehr geduldig in Samara. Begrüßte mich super freundlich, nahm mir meinen Rucksack ab und auf ging es. Ab ins Hotel Paraiso del Cocodrilo für die nächsten 3 Monate. Leider war es schon Dunkel und ich konnte die 15 minütige Fahrt durch den Dschungel nur bedingt staunen. Unfassbar schön. Allerdings waren die Straßen sehr gezeichnet von der Regenzeit. Da sollte man auf jeden Fall gleich mehr Zeit einplanen.

Nachdem ich dort angekommen war, wurde ich super freundlich begrüßt und bekam sofort mein Zimmer. Als ich mein Gepäck abgestellt hatte, war Rainer sogar noch so lieb und machte mir eine Kleinigkeit zu essen.

Ufff. Endlich schlafen. Es war an der Zeit.

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